Sonstiges

Auf Bier-Mission unterwegs in NRW

Offenlegung: Diese Reise wurde ermöglicht durch das Projekt „Gutes aus NRW genießen“, das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird. Was bedeutet Werbung hier im Blog?

Abseits von Rezepten habe ich diesmal einen Reisetipp für euch: OWL. Den meisten vielleicht eher bekannt als Ostwestfalen-Lippe. Vom Insider auch Perle NRWs genannt 🙂
Weil das hier in erster Linie aber natürlich ein Foodblog ist, gibt es für diesen #Reisetipp natürlich einen kulinarischen Hintergrund. Die Reise stand nämlich unter dem Motto „Bier“.
Und so ging es für uns quer durch Nordrhein-Westfalen um verschiedene Bier- und Kulturhistorische Orte kennen zulernen!

Gestartet sind wir in Strate’s Brauhaus in Detmold wo es zur Stärkung erstmal eine lokale Spezialität gab: Lippischer Pickert, eine Art Pfannkuchen mit Rosinen aus Kartoffel-Hefeteig. Dazu Leberwurst und Rübensirup. Klingt erstmal komisch, ist aber sehr lecker gewesen. Leber und süß geht ja bekanntlich gut zusammen (Gänseleber-Mousse mit schwarzen Nüssen). Ich hab auch schon eine Idee, wie man dieses ursprünglich Arme-Leute-Essen auf ein Deluxe-Level heben könnte 🙂

Vom Brauhaus aus ging es dann zur Strate Brauerei die mit einem der schönsten Tasting-/Seminarräume aufwarten kann, die mir bis dato untergekommen sind. Fun-Fact: Im Garten der Brauerei gibt es einen Pool. Das an sich ist schon ganz cool. Das Poolwasser aber als Kühlwasser für den Biersud zu verwenden ist ziemlich genial und sorgt sogar im Winter für einen beheizten Außenpool.

Nach einem leider viel zu kurzem Tasting (Probiert das Chardonnay Bourbon Bier mal mit Schokolade!) mit dem Bier-Sommelier war dann richtig Kultur angesagt: Im Weserrenaissance Museum Schloss Brake haben wir alles über das „Saufzeitalter der Weserrenaissance“ erfahren. Die wussten noch wie richtig gezecht wurde 😉 Die hatten nämlich zum Beispiel an ihren Trinkbechern Noppen – damit das Glas nicht aus den fettigen Fingern gerutscht ist. Mit Gabel & Messern hat man damals noch nicht gegessen. Neben den ganzen Exponaten haben wir dort auch was über die damalige Mode gelernt. Zum Beispiel Sinn und Zweck der „Schamkapsel„. Bleibt zu hoffen, dass die nicht wieder aktuell wird. Wobei, wenn ich mir so die Gürteltaschen angucke ist es längst zu spät…

Zum Tagesabschluss ging es dann zurück nach Detmold in Liebhart’s Fachwerkdorf. Kennt ihr das, wenn ihr Leute trefft, die so richtig für was brennen? Solche Menschen sind die Liebhart’s. Angefangen hat das ganze, weil der Senior nicht mehr zufrieden war mit der Location wo er mit seinen Geschäftspartner zum Weihnachts-Kaffee war. Was macht man? Selbstverständlich eröffnet man dann ein eigenes Cafè. Und wenn man dann irgendwann selbst gebackenen Kuchen anbieten möchte….dann braucht man auch eigene Hühner für die Eier. Und eigentlich sollte man dann auch den Weizen selber anbauen. Und Kühe halten. In letzter Konsequenz baut man also auch den Hopfen für die Familieneigene Privat Brauerei an. Das man dann Schnaps auch selber brennt, dass versteht sich von selbst. Das färbt dann vermutlich zwangsläufig auf die nachfolgenden Generationen ab: Die 14 jährige (!) Tochter hat letztes Jahr die „Magic-Unicorn“ Limonade entwickelt.

Mit Kultur ging es dann am nächsten Morgen weiter, als wir die höchste Statue Deutschlands besichtigt haben: Das Hermannsdenkmal.

Beeindruckend hoch thront er auf der Grotenburg und überblickt den Teutoburger Wald. Wenn man bedenkt, dass es vor 180 Jahren noch keine Statiker und Software zur Konstruktion gab, wie wir sie heute kennen, kann man sich vor der Bauleistung nur verneigen. In unmittelbarer Nähe zum Denkmal, befindet sich übrigens ein Kletterpark. Wer also Lust hat, kann sich hier gleich auch noch etwas körperlich ertüchtigen.

Nächste Station war das beschauliche Nieheim mit seinem Westfalen Culinarium. Doch beschaulich war es nur als wir dort waren. Alle 2 Jahre mutiert das 7000 Einwohner Städtchen zu einem Mekka der europäischen Käse-Welt, wenn dort der „Deutsche Käsemarkt“ stattfindet. In Kooperation mit Slow-Food präsentieren die Aussteller am ersten Septemberwochenende ihre Käsespezialitäten. Vom 31. August bis 2. September 2018 ist es wieder soweit.

Aber nicht nur Käse spielt in Nieheim eine Rolle. Beheimatet sind hier neben dem deutschen Käsemuseum auch die Westfälischen Museen für Brot, für Schinken und für Bier & Schnaps. Und es gibt dort sogar ein Museum von dem ich nicht geglaubt hätte, dass es das wirklich gibt: Das Sack-Museum.
PS: Das im Biermuseum gebrauter „Nieheimer Bürgerbier“, gibt es im örtlichen Supermarkt zu kaufen.

Von Nieheim ging es dann quer durch Dortmund nach Little Tokyo. Genauer gesagt war unser Ziel das Hotel „Me & All“ auf der Immermannstraße in Düsseldorf. Passend zu den vielen Japanischen Büros, Geschäften und Restaurants die in dem Viertel ansässig sind, ist das Hotel im japanischen Stil gehalten. Inklusive „Winke-Katze“ im Zimmer. Hier gefällts mir!

Ich hab dann auch die Chance genutzt und bin am nächsten Tag shoppen gewesen. Selbstgemachtes Dashi incoming! Wer übrigens wissen möchte, warum das alles hier so japanisch geprägt ist, schaut mal bei Wiki vorbei.

Abends stand dann der letzte Punkt auf unserer Liste an: Die Kochschule im Medienhafen. Dort trafen wir dann auch die Teilnehmer der anderen Reisegruppe. Die waren in Köln und Bochum unterwegs – und waren übrigens auch etwas schneller mit ihren Beiträgen wie ich. Schaut doch zum Beispiel mal vorbei bei Heike und Olschi.
Auch in der Kochschule drehte sich alles ums Bier. Es gab ein 3 Gang Menü mit Bier in jedem Gang. Ja, auch im Dessert! 😉
Unter fachkundiger Anleitung durften wir den Kochlöffel schwingen und haben gekocht:

  • Gebackener Heilbutt im Altbierteig mit Baby Gurken und frittierten Kapern
  • Flanksteak mit Schwarzbier-Barbecue-Ketchup, geschmorten Drillingen und Roter Bete
  • Tonkabohnencreme mit Pale Ale-Toffeesauce, Walnuss-Crumble und Waldbeersorbet

Geschwungen habe ich aber nicht nur den Kochlöffel, sondern auch den Bunsenbrenner um für die nötigen Röstaromen am Fleisch im Hauptgang zu sorgen. Ich glaube, so einen Brenner brauche ich auch!

Spiel mit dem Feuer 🔥 #burnbabyburn #sousvide #meat #deinnrw #kochschule #düsseldorf

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Am nächsten Tag ging es dann leider wieder Richtung Heimat. Aber nicht ohne vorher noch eine große Schüssel Ramen im Na Ni Wa zu verdrücken. Von einem Geheimtipp kann man hier zwar nicht sprechen, aber lecker war es alle Male!

Just #ramen #noodles #nrw #düsseldorf #japanesefood

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Viele Grüße
euer Fabian

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